Endos­ko­pi­sche Band­schei­ben-Ope­ra­tion

Eine bewährte Alternative zur mikro­chirur­gischen Band­scheiben­opera­tion.

Definition En­dos­ko­pi­sche Band­schei­ben-Ope­ra­ti­on

Die sogenannte Schlüssellochtechnik (endoskopische Bandscheibenoperation) hat sich als Alternative zur mikrochirurgischen Bandscheibenoperation (Mikrodiskektomie) bei der Behandlung von Bandscheibenvorfällen (Diskushernien) im Lendenwirbelbereich bewährt.

 Da es sich um eine anspruchsvolle Technik handelt, die viel Erfahrung voraussetzt, wird sie nur in wenigen Kliniken praktiziert.

Bei der endoskopischen Bandscheibenoperation wird das ausgetretene Bandscheibengewebe (Diskushernie, Diskusluxat) entfernt, welches die Nervenwurzel reizt. Das Endoskop wird über einen seitlichen Zugang eingeführt,  vorbei an den Nerven und dem Ligamentum flavum (gelbes Band).

Die Bandscheibe an sich wird so nicht beschädigt und auch die bandartigen Strukturen zur Stabilisierung der Wirbelsäule (Ligamentum flavum) werden nicht verletzt oder entfernt.

Der unten stehende Film zeigt eine endoskopische Bandscheiben-Operation (Produktion: Baldwyn Pictures).

Vor­tei­le der Schlüs­sel­loch­tech­nik

Mit dieser Technik wird die Wundheilung stark verkürzt, und es bildet sich auch weniger Narbengewebe. Dank der nur örtlichen Betäubung fühlen Sie sich wohler und können die Klinik bereits einen Tag nach dem Eingriff wieder verlassen.

Arbeits­fä­hig­keit und Frei­zeit­ver­hal­ten

In der Regel können Sie nach wenigen Tagen wieder in den Arbeitsprozess einsteigen. Bei normalem Verlauf können Sie nach 4 bis 6 Wochen sportliche Aktivitäten wieder aufnehmen und Gegenstände bis 10 kg heben und tragen.